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Klicken Sie hier für das Statement von Thomas Eberl zum Qualitätsmanagement im Kurhotel Eberl in Bad Tölz
Klicken Sie hier für das Statement von Dr. med. Dunja Angerer-Schmidtchen zum Qualitätsmanagement im Kneipp-Sanatorium Bad Clevers in Bad Grönenbach
Klicken Sie hier für das Statement von August Schubert zum Qualitätsmanagement in der Kur-Residenz Villa Henckel in Bad Reichenhall
Klicken Sie hier für das Statement von Dr. med. Ralph Munkert zum Qualitätsmanagement in der Frisia Reha-Klinik in Bad Tölz
Klicken Sie hier für das Statement von Eckart Schmitt zum Qualitätsmanagement in der Reha-Klinik Frisia Residenz in Bad Tölz
Klicken Sie hier für das Statement von Bartholomäus Ernst zum Qualitätsmanagement im Kneipp-Kurhaus Bartholomäus in Bad Wörishofen
Den Erfahrungsbericht von Jürgen Höret über das Qualitätsmanagement im Sanatorium
„Dr. Krautheim am Schlossberg“ in Bad Grönenbach finden Sie, wenn Sie hier klicken.
Wir haben uns vor 5 Jahren dazu entschlossen, das Qualiätsmanagementsystem des VDKB (VDKB-QMS) einzuführen.
Primäre Motivation für diesen Schritt war der Wunsch nach Absicherung unseres Zulassungsstatus. Diese
Absicherung konnten wir bereits 12 Monate nach Einführung des VDKB-QMS mit der Zertifizierung durch den TÜV erreichen. Zusätzlich zu diesem Erfolg konnten wir weitere positive Effekte für unseren Betrieb durch das
VDKB-QMS erzielen. So wurden die wichtigsten Abläufe in unserem Haus durch die Instrumente des VDKB-QMS optimiert und standardisiert, sodass die Abläufe in unserem Haus noch effizienter gestaltet werden.
Ein Beispiel ist die Mitarbeitereinarbeitung. Durch die Standardisierung dieses ”Prozesses” können neue
Mitarbeiter deutlich schneller auf unsere Betriebsbesonderheiten geschult werden. Die Einarbeitungszeiten
werden erheblich verkürzt, die Mitarbeiter können noch schneller professionell auf unsere Kunden eingehen. All diese Aspekte lassen unsere Entscheidung für das VDKB-QMS im Nachhinein als richtig erscheinen.
Losgelöst vom VDKB-QMS hat uns der VDKB als Verband in den letzten zehn Jahren überzeugt. Er hat unsere
Interessen an entscheidenden Stellen im gesundheitlichen Gesetzgebungsverfahren vertreten. Die zeitnahe Analyse der konkreten Auswirkungen der zahlreichen Gesundheitsreformen war ein wichtiger Baustein für den
großen Erfolg unseres Betriebes. Somit können wir sowohl den VDKB als Verband, als auch das VDKB-QMS unseren Kollegen aus dem Gesundheitswesen nur empfehlen.
Thomas Eberl Diplom-Gesundheitsökonom (Univ.) Geschäftsführer des Kurhotel Eberl Buchener Straße 17 83646 Bad Tölz Telefon: 08041-78720

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Unsere Reha-Klinik FRISA ist seit 2004 durch den TÜV Rheinland Group erfolgreich zertifiziert. Die
Vorbereitungen dazu begannen bereits 2003 mit der Einführung des VdKB-QMS. Unter Berücksichtigung der VdKB-QMS-Vorgaben begannen wir, unsere interne Vorgehensweise zu beleuchten, zu hinterfragen und an die
Anforderungen des QMS-Verbundes anzupassen. Nach unserem Ermessen arbeiteten wir bis dato bereits auf einem qualitativ hohen Niveau, ohne dies allerdings nachweisen zu können und für unser Marketing zu nutzen.
Die Einführung des VdKB-QMS zeigte uns, dass in bestimmten Prozessen die strukturierte Überprüfung unseres täglichen Tuns fehlte. Einige Abläufe konnten effizienter gestaltet werden und enthalten nun weniger
Reibungspunkte. Vorhandenes wurde systematisiert und rechtliche Notwendigkeiten erfüllt. Auch die Kommunikation zwischen den Abteilungen wurde verbessert und interne Informationswege standardisiert.
Mit der Zertifizierung machten wir ebenfalls positive Erfahrungen seitens der Kostenträger. Nach unserer
Erfahrung gibt es jetzt zunehmend die Tendenz, zertifizierte Häuser bevorzugt zu belegen. Dies sichert uns unsere Zulassung und künftig unsere Patienten.
Diese nunmehr 7 Jahre Qualitätsarbeit haben sich unseres Erachtens gelohnt. Wir haben investiert und
gewonnen - an Qualität, Wissen und Erfahrung! Der QM-Verbund ermöglicht es, uns mit den anderen Mitgliedsbetrieben auszutauschen und gegenseitig bei Problemen und Fragen zu unterstützen. Damit hat der
VdKB e.V. eine Möglichkeit geschaffen, Mitgliedsbetriebe mit ihrem Know-how zusammenzuführen und dies gemeinsam für einander zu nutzen.
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Zur Erarbeitung und Einführung des VdKB-Qualitätsmanagementsystems
nach DIN-EN-ISO 9001 : 2008
- ein Erfahrungsbericht -
Referat des Geschäftsführers Jürgen Höret, ehemals Sanatorium „Dr. Krautheim am Schlossberg“ in Bad
Grönenbach auf dem „Führungskräfteseminar des Bayerischen Heilbäderverbandes e.V., 05.02.2004, Bad Feilnbach
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei unserem Haus handelt es sich um ein Kneipp-Sanatorium und Kurhotel mit 90 Betten. Gemeinsam mit vier
anderen Betrieben aus Bad Reichenhall und Bad Wörishofen haben wir das VdKB-QMS in einer Pilotgruppe im Auftrag des Verbands der Kurbeherbergungsbetriebe Deutschlands e. V. erarbeitet.
Im Mai 2003 war es dann nach rund 18-monatiger Arbeit soweit – nach erfolgreichem Audit durch den TÜV Rheinland-Berlin-Brandenburg wurde unser Haus nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.
Damit gehören wir zu den ersten Häusern für Vorsorge und Rehabilitation, die die gesetzliche Forderung, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen, bereits erfüllen.
Zu Beginn möchte ich einige Voreingenommenheiten gegen QMS ansprechen, oft gehörte und weit verbreitete, quasi die „übliche Meinung“ über Qualitätsmanagement:
- QM ist ein riesiger Papierberg, der erst mühsam erarbeitet wird, einen immensen Zeit- und Kostenaufwand
erfordert, endlich zertifiziert wird und danach für immer in einen Büroschrank eingesperrt und schlafen gelegt wird
- QM wird nur eingeführt, um den gesetzlichen Forderungen genüge zu tun, eine weitere Plakette vor die
Eingangstür hängen zu können und zu hoffen, dass endlich wieder mehr Patienten von den Kostenträgern eingewiesen werden
- QM ist überhaupt nicht notwendig, denn von den Kostenträgern werden sowieso kaum noch Patienten in mein
Haus eingewiesen und für diese wenigen investiere ich doch nicht enorme Summen, die dringend für andere Investitionen in den Betrieb benötigt werden
- QM ist nur für große Betriebe realisierbar und finanzierbar
- QM haben sich irgendwelche Bürokraten in der Politik und Verbänden ausgedacht, fern jeglichen
Praxisbezugs und nur, um uns Steine in den Weg zu legen, der auch ohne QM schon schwer genug ist
- Unsere Mitarbeiter haben nicht auch noch Zeit, ein QM zu erarbeiten, die müssen ihre Arbeit tun und sich um die Patienten kümmern
- QM ist doch nur für die Industrie gemacht, für die Produktion; sollen wir unsere Gäste und Patienten etwa
nach der DIN - der Deutschen Industrienorm - oder Gesetzen standardisiert behandeln, uns vom TÜV, dem Technischen Überwachungsverein dabei prüfen lassen – letztlich dabei den Menschen und jegliche
Individualität verlieren?
Genau so haben wir am Anfang ebenfalls gedacht, als wir mit diesem Thema konfrontiert wurden.
Heute stehe ich dieser Problematik viel unbefangener gegenüber, natürlich auch, weil wir bereits zertifiziert sind,
aber vor allem mit den positiven Erfahrungen, die wir mit QM gemacht haben und im Nachhinein sagen können, dass der Wind, der darüber gemacht wird, wirklich nur halb so stark ist.
Das wichtigste, was sie für ein Qualitätsmanagementsystem brauchen, haben Sie und praktizieren Sie mit Sicherheit bereits seit vielen Jahren in ihren Betrieben:
Qualität!
Genau damit haben wir unsere Mitarbeiter davon überzeugt, das dies der Weg ist, zukünftig als Leistungserbringer im ambulanten, stationären und vor allem im privaten
Bereich tätig sein zu können und somit auch ihre Existenz sichern zu können.
Wie sich die Mitarbeiter bei der Umsetzung dann letztlich eingesetzt , wie sie ihr Know-how eingebracht haben, war
mit Abstand die großartigste Erfahrung in diesem ganzen Projekt. Ich kann nur empfehlen, die Mitarbeiterpotenziale
zu nutzen, diese Entwicklung einzuleiten, denn nur die Mitarbeiter können das ganze System als wesentliche Kraft leben und umsetzen.
Nachdem die Mitarbeiter erkannt haben, welche Arbeitserleichterungen, Vereinfachungen in den Abläufen, Zeit- und Kostenersparnis sich erreichen ließ, waren sie absolut von QM überzeugt!
Ich glaube, dass niemand so gut oder gar perfekt ist, dass sich nicht noch etwas verbessern ließe.
Warum lassen sie ihre Gäste bei der Abreise Fragebögen ausfüllen, um die Qualität ihrer Leistungen abzufragen?
Weil sie sich ständig verbessern und weiterentwickeln wollen!
Verabschieden sie sich auch von dem Gedanken, dass sie QM nicht brauchen, weil sie keine oder nur noch wenige Patienten über die Krankenkassen haben.
Die Nachfrage der Gäste auf dem Gesundheitsmarkt der Zukunft, egal ob ambulant, stationär oder privat wird sich zunehmend an der Erfüllung definierter Qualität orientieren.
Das erfahren wir täglich bei Anfragen, Gäste entscheiden sich für unser Haus, weil sie letztendlich auch das
Qualitätsmanagement, mit dem wir natürlich entsprechend werben, in ihrer Entscheidung für Dr. Krautheim bestärkt hat.
Wir sind auch immer wieder überrascht, wie vielen Menschen, auch älteren, der Begriff QM nicht mehr fremd ist!
Da arbeitet die Tochter, der Sohn „ beim Bosch“ oder „beim Daimler“- und die machen das schon lange ! Was – und das können Sie auch ?
Einer der größten Vorteile des VdKB-QMS ist die Zusammenarbeit in einem Qualitätsverbund von 5 Betrieben.
Das ist ein Zusammenschluss von eigenständig geführten Betrieben mit dem gemeinsamen Ziel, ein kollektives
QM-System zu betreiben ohne jedoch den individuellen Charakter zu verlieren und die Kosten auch für kleine und Familienbetriebe erschwinglich zu gestalten.
Nach der Akquirierung der Pilotbetriebe fand ein Workshop statt in dem es um die Motivation der Beteiligten, die
Vorstellung der Projektplanung, die Einführung in die Terminologie, Denk- und Funktionsweise des QM, die Entwicklung einer Unternehmensstrategie und Qualitätspolitik für den QM-Verbund, das zentrale QMS und daraus
abgeleitet für die beteiligten Unternehmen, ging.
Danach folgten sechs Arbeitskreise, die jeweils ein ausgewähltes QM-Thema behandelten.
Die wesentliche Voraussetzung für unsere erfolgreiche Verbundarbeit war die Offenheit unter den Betrieben, voneinander zu lernen und eigene Lösungen den anderen zur Verfügung zu stellen.
Wir legten unser Konkurrenzdenken sehr schnell ab und kamen zu der Überzeugung, dass wir alle nur gewinnen,
wenn wir uns von nicht zertifizierten Betrieben qualitativ deutlich abheben oder alle nur verlieren, weil das QM-System dann nur Ressourcen kostet und keinen Erfolg bringt.
Absolut praxisnah konnte so ein enormer Wissens- und Informationspool gebildet werden, der die Arbeit für jeden einzelnen ungemein erleichtert hat.
Der Betreiber eines Pilotbetriebs ist ein erfahrener Softwareentwickler und hat für das System ein Intranet
eingerichtet, auf das jeder teilnehmende Betrieb jederzeit zugreifen kann und das ständig mit neuen Informationen versorgt wird.
Man muss nicht ständig das Rad neu erfinden.
Wir haben zum Beispiel unseren Fragebogen zur Gästezufriedenheit eingestellt, der andere Betrieb seine
Vorlagen zur Mitarbeiter-Zielvereinbarung, der Dritte seine Checkliste zur Putzmitteldosierung oder den Desinfektionsplan für die Badeabteilung.
Aber diese Offenheit hat auch in unserem System selbstverständlich Ihre Grenzen.
Ihr Geschäftsplan, ihre Kontoauszüge und Vertragsvereinbarungen mit Partnern müssen und werden ihr Geheimnis bleiben!
Der gemeinsame Qualitätsschub und die entstehenden Synergieeffekte waren der eigentliche Gewinn unseres QM-Verbundes!
Manchmal sind wir in den Arbeitskreisen sehr zum Leidwesen des Trainers in regelrechte Expertendiskussionen
verfallen und mussten wieder gebremst werden, um das Schulungspensum des Tages zu erreichen.
Mit den Prozessbeschreibungen war es genau so.
Besonderer Wert wurde darauf gelegt, die jeweilige Spezialqualifikation der Beteiligten für alle zu nutzen.
Neben den theoretischen Inhalten in den Arbeitskreisen wurden alle stattfindenden Prozesse identifiziert und der
Betrieb mit dem Best-Practice-Prozess festgelegt. Dieser Betrieb erarbeitete dann einen idealtypischen
Prozessablauf, der als Mindeststandard von allen Teilnehmern erfüllt oder - noch besser - übertroffen werden muss.
Natürlich war das auch unter dem Kostenaspekt eine ideale Lösung. In unserem QM-Verbund teilen sich die
Betriebe nicht nur ihr Know-how, sondern auch die Kosten für Beratung und Zertifizierung.
Die aus dem Verbund resultierende Kostenersparnis gegenüber einer Einzelzertifizierung betrug ca. 60 %!
Versuchen Sie einmal, die notwendigen 60 Prozesse selbst zu erarbeiten. Für einen Prozess benötigen sie ohne Anleitung des Trainers ca. 2 Tage.
Diese nunmehr grundlegend erarbeiteten Prozesse sind die Basis des VdKB-QM-Systems– hinterlegt im entsprechende „Handbuch“ und tagesaktuell im Intranet abrufbar.
Alleine dies zeigt schon, dass das VdKB-Verbundsystem letztendlich eine absolut finanzierbare und realisierbare Variante eines QMS ist – egal wie groß ihr Betrieb ist.
Im Qualitätsverbund gibt es Betriebe von 40 – 130 Betten, vom Moor- bis zum Kneippbetrieb, vom Sanatorium bis zur Reha-Klinik.
Inzwischen ist die 2. Generation eingestiegen, die im Mai 2004 zertifiziert werden soll.
Nutzen Sie doch diesen Aspekt eines gemeinschaftlichen Projektes unter Fachleuten!
Und Hand aufs Herz: wie oft schaut man über Nachbars Gartenzaun, um hinter das Geheimnis zu kommen, wieso dessen Äpfel größer sind als meine eigenen?
Ein weiterer positiver Gesichtspunkt: Uns hat QM nicht nur Geld gekostet, sondern auch wieder Geld zurückgebracht!
Durch das intensive Durchdenken und Optimieren aller internen und externe Arbeitsabläufe mit den Mitarbeitern
konnten wir z. B. in der Badeabteilung, der Arztpraxis und auf der Etage mehrere Tausend Euro an Personalkosten im Jahr einsparen und für weitere Serviceleistungen investieren!
Auch in Gesprächen mit unserer Hausbank war QMS das bestimmende Thema.
Wir haben bisher noch kein Fremdkapital im Unternehmen aufnehmen müssen, aber für das Rating und die
Bereitstellung eines Kreditrahmens ist ein Geschäftsplan und die Sicherung der Struktur,- Prozess- und Ergebnisqualität mit einem internen QMS auf Basis der gesetzlichen Forderungen Voraussetzung für Verhandlungen!
Ein indisches Sprichwort sagt:
Wenn du den Hahn einsperrst, geht die Sonne doch auf!
Nutzen Sie ihre gute Basis und packen sie es an – die Zeit drängt.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Jürgen Höret während seines Vortrags

aufmerksame Zuhörer (von rechts).: Bürgermeister Herbert Fischhaber (Bad Wiessee), Franz Gnan, Präsident des Bayer. Heilbäderverbandes, Bernd Schmeink, VdKB-Vorstandsvorsitzender;
im Hintergrund: Dr.Franz Berktold-Fackler, Kurdirektor Oberstaufen
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